Etwa 20 Frauen waren der Einladung gefolgt, um über bislang Erreichtes zu sprechen und sich zugleich darüber auszutauschen, wie die Zukunft der Frauen aussehen wird und welche Herausforderungen sich auch heute noch auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft stellen.

Bedarf zum politischen Austausch und Netzwerken unter Frauen ist da

Anlässlich des Internationales Frauentages haben Andrea Bogner-Unden, Pamela Schumacher, Susanne Petermann-Mayer und Ina Schultz vom Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen vergangenes Wochenende zu einem Politischen Frauenfrühstück nach Mengen-Rulfingen an den Südsee eingeladen.

Etwa 20 Frauen waren der Einladung gefolgt, um über bislang Erreichtes zu sprechen und sich zugleich darüber auszutauschen, wie die Zukunft der Frauen aussehen wird und welche Herausforderungen sich auch heute noch auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft stellen.

Einleitend ging Pamela Schumacher, Frauenbeauftragte und Delegierte der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen im Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen besonders auf das Thema Pflege und Sozialarbeit ein: „In den Bereichen soziale Arbeit, haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit, Pflege und Erziehung arbeiten bis zu 80 % Frauen. Sie kümmern sich in jeglichen Lebenslagen, erziehen, pflegen und unterstützen uns. Sie sind Stütze, Vorbild, Expertin, Mentorin oder Spielkameradin. Wir vertrauen ihnen unsere Kinder oder Eltern an. Ihre Verantwortung ist groß, doch ihr Gehalt und ihre Mitsprache viel zu gering – gerade, weil es sich um „typische Frauenberufe“ handelt.“ Schumacher betonte, dass es Zeit sei für Anerkennung, gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen.

Pamela Schumacher, Frauenbeauftragte von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt die Frauen zum Frauenfrühstück in Rulfingen.

Parallel zum Frühstück gab es zudem viele spannende Gespräche zu Themen wie Familie und Beruf, Rente oder Gleichstellung –alle Teilnehmerinnen konnten sich zu den Themen intensiv austauschen. Durch die Gespräche wurde deutlich, wie gefährlich der momentane Rechtsruck in der Gesellschaft tatsächlich für die Emanzipation der Frauen ist. Und wie schnell die jahrhundertlang erkämpften Rechte der Frauen zunichte gemacht werden könnten. Umso wichtiger ist es, sich auch weiterhin für die Gleichberechtigung stark zu machen.

„Seit mehr als 100 Jahren gibt es das Frauenwahlrecht haben, wir stellen die Hälfte der Gesellschaft und sind trotzdem auf vielen Ebenen in Politik und Wirtschaft unterrepräsentiert“, betont Susanne Petermann-Mayer. Einzig die Grünen hatten schon 1986 die Frauenquote beschlossen: Gremien müssen seither zumindest zu 50 Prozent mit Frauen besetzt sein und auf allen Wahllisten ebenso viele Frauen wie Männer aufgestellt werden.

„Dort erkämpften sich die Frauen eine konsequent gleichwürdige Berücksichtigung der Frauen auf Listen und in Gremien innerhalb der Partei und das merkt man der Politik der Partei auch an.“ Leider sei es noch vielfach so, dass die Strukturen den Bedürfnissen von Frauen hinsichtlich Arbeitsbedingungen und oder Betreuungsmodelle, nicht gerade entgegenkommen.

Ina Schultz, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft, Finanzen und Soziales auf Landesebene der Grünen freute sich, dass sich Frauen im Kreis aus verschiedensten Organisationen oder schlicht interessierte Bürgerinnen zu einem gemeinsamen Frauenfrühstück trafen: „Ich freue mich, dass wir diese Gelegenheit zum politischen Austausch und Netzwerken unter Frauen genutzt haben. Es hat sich gezeigt, der Bedarf ist da.“

Pamela Schumacher

Frauenbeauftragte Kreisverband Sigmaringen

Ina Schultz

Beisitzerin im Kreisvorstand Sigmaringen

Susanne Petermann-Mayer

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