Mehr als 150 Zuhörer wollten am 13.11.2018 in Bad Saulgau

15.11.2018: (hpw) Mehr als 150 Zuhörer wollten am 13.11.2018 in Bad Saulgau von Prof. Felix Ekardt mehr zum Thema erfahren:

„Wir können uns  ändern und die Zukunft der Welt selbst in die Hand nehmen“.

Der Arbeitskreis Zukunft Bad Saulgau, bestehend  aus Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Sigmaringen,  katholischer und evangelischer Erwachsenenbildung, Weltladen Asante,  BUND und Naturkostladen Blüte und Frucht luden zu diesem Vortrag ein, der in Bezug auf die zu erwartende Resonanz die Erwartungen weit über traf. So wurde der Platz im katholischen Gemeindehaus fast zu knapp.

Der drohende Klimawandel muss laut Felix Ekardt in den nächsten 10 bis 20 Jahren unbedingt gestoppt werden. Ansonsten droht der Menschheit eine noch nie dagewesene Katastrophe.

Erreicht werden kann das nur durch den baldigen völligen Verzicht auf fossile Brennstoffe; Eindämmung des übermäßigen Fleischkonsums und vor allem auch durch ein suffizientes Verhalten jedes  Einzelnen, sprich Verzicht auf besonders umweltschädliche Flugreisen (ein Flug nach Australien hin und zurück verbracht 14,5 Tonnen CO2, der Durchschnittsverbrauch an CO2 in Deutschland pro Person beträgt 11 Tonnen), Änderungen der Konsumgewohnheiten,  Normalitätsvorstellungen kritisch hinterfragen: brauche ich wirklich wie alle anderen ständig ein neues Handy, ein neues Auto, das noch mehr Kraftstoff verbraucht, Urlaubsflugreisen,…?

Was macht uns wirklich glücklich?  Ist nicht ein gutes zwischenmenschliches Miteinander mit mehr Zeit für Familie, Freunde wertvoller? Wie wichtig sind uns eine intakte Umwelt, die nicht in ihrer Biodiversität bedroht ist und in der z.B das Insektensterben  sofort gestoppt wird; ein Berufsleben mit weniger Stress und Lärm und das vom Grundgesetz garantierte Recht auf saubere Böden und vor allem saubere Luft, das von der Politik in vielen Städten nicht mehr garantiert wird.

Dem persönliche Umdenken stehen Eigennutzendenken, Normalitätsvorstellungen (was soll ich alleine bewirken, wenn sich die anderen nicht ändern und sich keinen Beschränkungen auferlegen), Wertevorstellungen (weg von einem rein konsumistisch ausgelebten Freiheitsverständnis ohne Rücksicht auf die Folgen), unsere Emotionen mit dem Hang zur Bequemlichkeit, Verdrängung (jeder weiß um die Folgen des Klimawandels, aber nur 20 % der Bevölkerung wollen auch aktiv etwas dagegen tun), Gewohnheit und  der Tendenz zu einfachen Lösungen, die mir gedankliche Auseinandersetzungen bequem ersparen.

Laut Felix Ekardt ist jeder an seinem Platz aufgerufen, sich für eine bessere Welt vor allem politisch  in Umweltinitiativen, an seinem Arbeitsplatz, sozialen Einsatz zu engagieren. Wir in unserer Gesamtheit sind für den jetzigen Zustand der Gesellschaft und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für Mensch und Umwelt verantwortlich.

Der Kapitalismus taugt auch nicht als Schuldiger. Den haben wir uns selbst so geschaffen.

Nach einer intensiven Diskussionsrunde mit dem Vortragenden blieben noch viele Zuhörer, um sich  in kleineren Runden lebhaft über das Gehörte weiter auszutauschen.

Die Bad Saulgauer Grünen haben den Anstoß  „Wir können uns ändern“ sofort aufgenommen und laden für Donnerstag,  den 29.11.2018 ein:

Die Bad Saulgauer Grünen laden zum Gespräch ein: Wie ändern wir uns hier? 

17.11.2018: (wl) Bad Saulgau – Nach dem eindrucksvollen Vortrag von Professor Dr. Felix Ekardt im katholischen Gemeindehaus mit dem Thema „Wir können uns ändern“ laden die Bad Saulgauer Grünen am Donnerstag, 29. November um 20.00 Uhr ins Gasthaus „Bach“  zu einem Gespräch darüber ein, wie wir vor Ort durch unser Verhalten dazu beitragen können, dass eine zu starke Erderwärmung verhindert wird.

Professor Ekardt hatte darauf hingewiesen, dass sogenannte Normalitätsvorstellungen einen wesentlichen Einfluss auf unser Verhalten haben:  Es ist normal, Fernreisen mit dem Flugzeug zu verreisen, Lebensmittel billig einzukaufen, auch kurze Wege mit dem Auto zurückzulegen. Außerdem ist ein  Sündenbockdenken üblich: die Politik , die Wirtschaft , der Kapitalismus sind an allem schuld.

Aus Sicht der Grünen wäre es interessant, wenn jeder seinen eigenen ökologischen Fußabdruck testen würde, um zu überlegen,  was er noch verbessern könnte. Auch könnte man sich darüber austauschen, welche Anregungen an Gemeinderat , Kreistag usw. gemacht werden könnten, um etwas für eine bessere Zukunft der Menschheit beizutragen.

Nähere Informationen hierzu gibt Stadtrat Wolfgang Lohmiller unter 07581-2903.

 

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