Grüne Landtags-Abgeordnete informierte sich über Naturschutz und Wasserqualität in Bad Saulgau

Am Dienstag, 24. Juli hat  die Grüne Landtagsabgeordnete Bettina Lisbach Bad Saulgau besucht, um das hiesige Biodiversitätskonzept kennenzulernen. Hierzu machten der Umweltbeauftragte Thomas Lehenherr und Jens Wehner eine botanische Stadtführung mit ihr, an der auch einige Grüne Gemeinderäte und Kreisräte und weitere Interessierte teilnachmen, die alle ganz begeistert waren über die langjährige erfolgreiche ökologische Arbeit in Bad Saulgau.  Anschließend wurde auch den Themenweg Wasser und der Heckenschaugarten besichtigt.

Im Gespräch mit Frau Bürgermeisterin Doris Schröter, Stadtbaumeister Pascal Friedrich und dem technischen Leiter der Stadtwerke Bad Saulgau, Thomas Übelhör ging es vor allem um den Nitratgehalt  des Bad Saulgauer Trinkwassers.

  1. Übelhör stellt Entwicklung der gefährdeten Gebiete seit 2004 dar. Die Tendenz ist steigend, v.a. Seit 2014. Deshalb werden auch mehr Pegel zur Untersuchung eingesetzt.

Seit 2017 ist Mannsgrab Sanierungsgebiet. Hier werden auch etwa 75 % des Trinkwassers gewonnen. Es werden den Landwirten Maßnahmen angeboten, die sind aber nicht verpflichtend. Ganz offenbar hängen Gebiete mit hohem Nitratgehalt mit Stickstoffeinträgen zusammen (auch bei Boos)

Problematisch ist auch der Kiesuntergrund, weil das Wasser schnell durchfließt.

Wo abgepumpt wird, bilden sich Grundwasserkegel.

  1. Übelhör sieht Probleme in der SchalVO. Die vorgeschriebenen Ermittlungen sind zu unscharf. Auch fehlt eine kompetente Beratung der Landwirte. Ihre Mitarbeit ist entscheidend.

Gärreste werden nicht in der Stickstoffbilanz bilanziert. Auch die Düngemittel-VO muss verbessert werden.

Frau Lisbach nimmt diese Anregungen auf. Fraglich ist auch, ob eine Änderung von Mais zur Silphie sinnvoll wäre. Diese würde vom Landratsamt nicht unterstützt . Dasselbe gilt für eine Freilandfotovoltaik. Grundsätzlich können Veränderungen erst nach etwa 5 Jahren festgestellt werden.

Das Thema § 13b Baugesetzbuch konnte nur noch kurz angesprochen werden.

Frau BM Schröter erklärt, dass in Gebieten wie Bad Saulgau auch weiter die Nachfrage nach Einzelhäusern groß bleiben wird.

Auch werden weiter Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen. Frau Lisbach anerkennt die Maßnahmen Bad Saulgaus, die sie besichtigt hat.

Grundsätzlich bleiben die Grünen aber bei ihrer Haltung, die Flächenversiegelung möglichst gering zu halten.

Bettina  Lisbach bleibt in allen angesprochenen Fragen mit Bad Saulgau in Kontakt.

Bericht im SÜDFINDER:

https://www.suedfinder.de/epaper/sigmaringen-badsaulgau/index.html?pub=20180725_IN_ISIG

Bericht in der www.Schwaebische.de
SZ Bad Saulgau:

Fotos: Ina Schulz

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