Bündnis 90 / Die Grünen

Kreisverband Sigmaringen

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05.04.2017

Pressebericht

 

Arbeitswelt und Rente – solidarisch und gerecht!

Die Grünen in Sigmaringen und der Bundestagskandidat, Erwin Feucht, hatten am Dienstagabend zur Veranstaltung „Arbeitswelt und Rente – solidarisch und gerecht“ eingeladen. Es ging um die Fragestellung, ob die Rente in Zukunft zum Leben reicht und inwiefern immer mehr Menschen von Altersarmut bedroht sind. Die Interessierten diskutierten darüber mit der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke, die in der Fraktion Bündnis 90/die Grünen Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte ist und außerdem Mitglied der grünen Rentenkommission war.

Die grüne Politikerin betonte, „es ist an der Zeit, dass wir für mehr Gerechtigkeit bei der Rente sorgen“. Notwendig sind echte Lösungen und die Weichen müssen heute gestellt werden, um die Menschen in Zukunft vor Altersarmut zu schützen. Dafür wollen die Grünen unbedingt die gesetzliche Rentenversicherung als zentrale Säule der Alterssicherung stärken. Zentrales Ergebnis der grünen Rentenkommission ist ein Dreiklang. Das Rentenniveau muss auf dem heutigen Niveau stabilisiert werden. „Wir brauchen vor allem auch eine steuerfinanzierte verlässliche Garantierente gegen Altersarmut“, Müller-Gemmeke, „wer lange eingezahlt hat, soll auch eine Rente über Grundsicherungsniveau erhalten und zwar ohne Bedarfsprüfung, ganz automatisch“. Niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen dürfen nicht dazu führen, dass langjährig Versicherte im Alter Grundsicherung im Alter beantragen müssen. Davon profitieren vor allem Frauen. Und besonders wichtig sei, so betonte Müller-Gemmeke, eine Bürgerversicherung. Denn der Zusammenhalt zwischen den Generationen kann nur funktionieren, wenn alle solidarisch in eine Versicherung einzahlen.

„Entscheidend ist auch, dass die Erwerbsbiografien heute geschrieben werden“, sagte Müller-Gemmeke, „und mit ihnen werden Rentenansprüche festgeschrieben.“ Deshalb müsse wieder mehr Ordnung im Erwerbsleben geschaffen werden. Denn nur faire Löhne und ein ausreichend großer Umfang an Arbeitsstunden führen auch zu gute Renten. Heute ist aber das Angebot an prekärer Arbeit aber groß. Befristungen, Leiharbeit, Arbeit auf Abruf oder Minijobs – das sind alles Beschäftigungsformen, die Korrekturen benötigen. „Wir brauchen einen Wandel in der Arbeitswelt“, plädierte Müller-Gemmeke, „wir brauchen wieder mehr soziale Leitplanken.“ Vor allem die Digitalisierung wird die Arbeitswelt verändern. In der Folge gebe es Chancen und auch Risiken. Arbeit werde auch für die Beschäftigten flexibler, das ist zu unterstützen. Arbeit darf aber nicht grenzenlos werden. „Die digitale Arbeitswelt muss deshalb politisch gestaltet werden, damit nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen davon profitieren“, so die grüne Bundestagsabgeordnete.

 

Von links: Erwin Feucht, Beate Müller-Gemmeke, Klaus Harter

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